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Führerschein 79.03

Führerschein 79.03 – Was Du wissen musst, um problemlos die Fahrerlaubnis zu erhalten

Herzlich willkommen! Wenn du gerade dabei bist, deinen Führerschein zu beantragen, stößt du vielleicht über die Bezeichnung Führerschein 79.03 – ein Paragraph, der im Hintergrund eine wichtige Rolle spielt. In diesem Beitrag erkläre ich dir in klaren Worten, worum es dabei geht, welche Voraussetzungen du erfüllen musst und welche Schritte auf dich zukommen. Alles ist in einer lockeren, leicht verständlichen Sprache gehalten – fast so, als würdest du mit einem Freund über das Thema plaudern.


1. Warum heißt es „79.03“?

Der § 79 Absatz 3 der Straßenverkehrs‑Ordnung (StVO) regelt die medizinische Untersuchung für bestimmte Fahrerlaubnisklassen. Kurz gesagt: Bevor du den Führerschein für bestimmte Fahrzeugarten (z. B. LKW, Bus, Motorräder über 125 cm³) erhältst, muss ein Arzt bestätigen, dass du gesundheitlich dazu in der Lage bist.

FahrzeugklasseTypischer VerwendungszweckWarum die ärztliche Bescheinigung wichtig ist
Klasse CLKW bis 3,5 tHohe körperliche Belastung, lange Fahrzeiten
Klasse DPersonen‑BusseVerantwortung für viele Mitfahrer, Stressbewältigung
Klasse A (über 125 cm³)Leistungsstarke MotorräderSchnellere Reaktionszeiten, körperliche Fitness
Klasse TTraktoren, landwirtschaftliche ZugmaschinenArbeiten im Gelände, spezielle Belastungen

Kurz gesagt: Der Paragraph sorgt dafür, dass du nicht nur technisch, sondern auch gesundheitlich fit für das jeweilige Fahrzeug bist.


2. Wer muss sich nach § 79 (3) ärztlich untersuchen lassen?

Nicht jede Führerscheinklasse erfordert die 79.03‑Untersuchung. Hier ein Überblick, wer wirklich betroffen ist:

Führerscheinklasse79.03‑Pflicht?Hinweis
A (Motorrad)Ja (ab 125 cm³)Bei höheren Leistungen, besonders für Klasse A2 und A
B (PKW)NeinKeine medizinische Vorgabe außer bei besonderen Vorbedingungen
C (LKW)JaFür alle LKW‑Klassen (C, C1)
D (Bus)JaFür Bus‑Klassen (D, D1)
T (Traktor)Ja (bei bestimmten Gewichten)Vor allem bei schweren Zugmaschinen
L, M (Land‑/Motorrad‑Kleinklassen)NeinKeine 79.03‑Untersuchung nötig

3. Was genau prüft der Arzt?

Der Arzt bzw. die Ärztin führt eine komplette gesundheitliche Untersuchung durch, um sicherzustellen, dass du keine Erkrankungen hast, die deine Fahrsicherheit gefährden könnten. Die wichtigsten Untersuchungsbereiche sind:

UntersuchungsbereichWas wird geprüft?Warum das wichtig ist
Seh- und FarbsinnSehschärfe, Sichtfeld, FarberkennungDu musst Verkehrszeichen und Lichtsignale korrekt wahrnehmen
HörvermögenReaktion auf akustische SignaleGefahrengräusche und Hupen müssen vernehmbar sein
Herz‑ und KreislaufsystemBlutdruck, EKG (bei Bedarf)Plötzliche Herzprobleme können zu gefährlichen Situationen führen
Neurologische FunktionKoordination, ReflexeSchnelle Reaktionen erfordern ein intaktes Nervensystem
Psychische StabilitätStressresistenz, SuchtverhaltenUmgehen mit Stress, Alkohol- oder Drogenabhängigkeit
Körperliche KonstitutionBeweglichkeit, KraftBesonders bei LKW‑ und Bus‑Fahrern wichtig

Wenn alle Befunde im Normalbereich liegen, bekommst du ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis (Formular „TÜV‑79.03“), das du zusammen mit deinem Antrag bei der Führerscheinstelle einreichst.


4. Der Ablauf Schritt für Schritt

Damit du dich nicht im Labyrinth der Formalitäten verlierst, habe ich den gesamten Prozess für dich in einer übersichtlichen Check‑Liste zusammengefasst.

SchrittWas du tun musstHinweis
1. VorbereitungPrüfe, ob deine gewünschte Klasse unter § 79 (3) fällt.Siehe Tabelle oben.
2. Termin beim ArztSuche einen Verkehrsmediziner (z. B. im TÜV‑Haus oder bei deinem Hausarzt, wenn er die entsprechende Bescheinigung ausstellen darf).Nicht jeder Hausarzt darf die 79.03‑Untersuchung durchführen.
3. UntersuchungLass dich umfassend prüfen (Seh‑/Hörtest, ggf. EKG).Bring deinen Personalausweis und ggf. bereits vorhandene medizinische Unterlagen mit.
4. Ärztliches Tauglichkeitszeugnis erhaltenDu bekommst das Formular mit Unterschrift und Stempel.Dieses Dokument hat eine Gültigkeit von 5 Jahren.
5. Antrag bei der FührerscheinstelleReiche deinen Antrag (inkl. Foto, Passkopie, Tauglichkeitszeugnis) ein.Gebühren: ca. 30‑50 €, je nach Kommune.
6. Praktische FahrprüfungNach erfolgreichem Bestehen der theoretischen Prüfung geht es an die praktische Fahrprüfung.Deine ärztliche Bescheinigung wird automatisch geprüft.
7. Führerschein erhaltenBei bestandenem Test bekommst du den Führerschein in der gewünschten Klasse.Herzlichen Glückwunsch!

5. Was passiert, wenn etwas nicht in Ordnung ist?

Manchmal zeigen die Untersuchungen kleine Auffälligkeiten – das ist kein Grund zur Panik. Hier ein kurzer Überblick, welche Wege du gehen kannst:

ProblemMögliche Lösung
Leichte SehschwächeBrille oder Kontaktlinsen mit ausreichender Sehhilfe (mindestens 5/10 in jedem Auge).
Leicht erhöhter BlutdruckÄrztliche Behandlung, ggf. Therapie für 6‑12 Monate, danach erneute Untersuchung.
Vorübergehende HörschwächeNachkontrolle nach Therapie, ggf. Hörgerät.
Psychische Belastungen (z. B. Angststörung)Therapie, ggf. ärztliches Gutachten, das deine Fahreignung bestätigt.
Chronische Erkrankungen (z. B. Diabetes)Gute Einstellung des Blutzuckers, regelmäßige Kontrollen, ärztliches Attest.

Wichtig ist: Du hast die Chance, die Mängel zu beheben und die Untersuchung zu wiederholen. Das 79.03‑Formular verliert nicht sofort seine Gültigkeit, solange du die notwendigen Maßnahmen nachweislich umgesetzt hast.


6. Praktische Tipps & Tricks

  1. Frühzeitig Termin vereinbaren – Ärztliche Untersuchungen können je nach Region 2‑3 Wochen in Anspruch nehmen.
  2. Alle Unterlagen mitnehmen – Personalausweis, aktuelle Brille, vorhandene Befunde, evtl. Medikamente.
  3. Kosten im Blick behalten – Die ärztliche Untersuchung kostet meist zwischen 30 € und 80 €, je nach Aufwand.
  4. Auf Gültigkeit achten – Dein Tauglichkeitszeugnis ist 5 Jahre gültig. Wenn du den Führerschein erst nach Ablauf beantragst, musst du die Untersuchung neu machen.
  5. Online‑Formulare prüfen – Viele Kommunen bieten mittlerweile digitale Antragsverfahren an – das spart Zeit.

7. FAQ – häufig gestellte Fragen zu Führerschein 79.03

FrageAntwort
Muss ich jedes Mal ein neues ärztliches Zeugnis haben, wenn ich den Führerschein nach einer Pause erneuern will?Nein. Das Tauglichkeitszeugnis ist 5 Jahre gültig. Solange du innerhalb dieses Zeitraums deinen Antrag stellst, brauchst du kein neues.
Kann ich die Untersuchung auch beim Hausarzt machen?Nur, wenn dein Hausarzt die Berechtigung hat, das 79.03‑Formular auszustellen. Viele Hausärzte dürfen das nicht, daher ist ein Verkehrsmediziner (z. B. beim TÜV) die sichere Wahl.
Was passiert, wenn ich die Untersuchung nicht bestehe?Du bekommst ein ärztliches Gutachten, welches die Gründe nennt. Du kannst die angesprochenen Mängel (z. B. Brille, Therapie) beheben und die Untersuchung anschließend wiederholen.
Wie lange dauert die Ausstellung des Tauglichkeitszeugnisses?In der Regel sofort nach Abschluss der Untersuchung. Das Dokument wird dir vom Arzt ausgehändigt.
Muss ich das Tauglichkeitszeugnis bei jeder Fahrprüfung vorzeigen?Du legst das Zeugnis zusammen mit deinem Antrag bei der Führerscheinstelle vor. Die Behörde prüft die Gültigkeit und leitet das Verfahren weiter.
Gibt es eine Altersgrenze für die ärztliche Untersuchung?Nein, allerdings können bei älteren Bewerbern zusätzliche Untersuchungen (z. B. Sehtest, Herz‑EKG) verlangt werden, um die Fahrfähigkeit zu gewährleisten.
Kann ich das Tauglichkeitszeugnis auch für andere Länder nutzen?Nein, das 79.03‑Formular gilt ausschließlich für die deutsche Fahrerlaubnis. Andere Länder haben eigene medizinische Anforderungen.
Wie viel kostet die ärztliche Untersuchung?Je nach Arztpraxis zwischen 30 € und 80 €. Manche TÜV‑Stationen erheben zusätzliche Prüfungsgebühren.
Kann ich die Untersuchung ohne Termin durchführen?In der Regel nicht. Die meisten Ärzte arbeiten mit einem vorher vereinbarten Termin, um den Prüfungsablauf zu organisieren.
Was ist, wenn ich im Ausland einen Führerschein erwerben will?Prüfe die jeweiligen nationalen medizinischen Vorgaben. Ein deutsches 79.03‑Zertifikat ist dort nicht anerkannt.

8. Fazit – Du bist bereit für den nächsten Schritt!

Der Paragraph § 79 Absatz 3 mag auf den ersten Blick trocken und bürokratisch wirken, doch er ist im Grunde dein sicherer Begleiter auf dem Weg zum Führerschein. Er stellt sicher, dass du körperlich und geistig fit bist, um die Straße verantwortungsbewusst zu befahren – und das schützt nicht nur dich, sondern auch deine Mitmenschen.

Mit den klaren Schritten, den praktischen Tipps und der Übersichtstabellen aus diesem Beitrag hast du jetzt alles in der Hand, um die medizinische Untersuchung souverän zu meistern. Wenn du dich gut vorbereitest, ist das Ganze ein Leichtgewicht, das du in wenigen Terminen hinter dich bringst.

Jetzt liegt es an dir: Mach den ersten Schritt, vereinbare den Arzttermin und bald schon sitzt du hinter dem Steuer deines Wunschfahrzeugs. Viel Erfolg – wir glauben fest an dich! 🚗💨